.....wie alles begann

„….und jetzt erzählen Sie doch mal, wie das alles begann“ (Reinhard Mey, Die Homestory)

Noch nicht ewig, aber jetzt doch schon 13, 14 Jahre ist es her, da hat sich eine Handvoll Menschen entschlossen, etwas mehr Kultur aufs Dorf zu holen. Sie rührten noch ein wenig die Werbetrommel und so gründeten 2003 dann schon zwei Dutzend Interessierte den „Kulturverein Espenau e.V.“.

Zugegeben, der Name ist nicht besonders originell, und die Gründer hatten nicht bedacht, dass das kleine Wörtchen „Kultur“ auf viele eher abschreckend wirkt. „Was soll dann so´n neumodischer Kommuff?“ Das fragten sich anfangs viele. „Wir haben doch schon Chöre, Karneval, Musik- und Theatergruppen genug im Ort.“

Einige Zeit hat es dann auch gedauert, bis sich, Jahr für Jahr ein bisschen mehr, die Einstellung durchgesetzt hat, dass der Kulturverein keine Konkurrenz, sondern eine Bereicherung sein soll und (hoffentlich) auch ist. Auch dass man um Kultur keinen Bogen machen muss, sondern im Gegenteil, prima unterhalten wird, und dass man dabei auch herzlich lachen kann, hat sich inzwischen herum gesprochen.

Die Idee der Gründer war es, für die Bürger vor Ort ein attraktives und breitgefächertes Angebot zu machen. Das Auto zuhause lassen, gemütlich ein Glas Wein trinken, lecker Ahle Wurst essen und das alles zu wirklich anständigen und für alle erschwinglichen Preisen. So haben wir begonnen und so ist es bis heute. Geklappt hat das nur, weil wir alle anfallenden Arbeiten ehrenamtlich selbst erledigen, niemand an den Kulturtagen verdient und uns eine treue Gruppe von Sponsoren sehr großzügig und treu unterstützt. Herzlichen Dank an unsere Förderer!

Dass inzwischen viele das Auto aus der Garage holen, um aus Kassel und der Region zu uns aufs Dorf zu kommen, hatten wir gar nicht eingeplant. Aber zugegeben, es macht uns schon ein bisschen stolz.

Zu dem Kernstück „Kulturtage“ haben sich weitere Aktivitäten gesellt. Ausstellungen in der „Rathausgalerie“, die „WeinLese“ und die „BierkulTour“. Inzwischen hat sich die Mitgliederzahl des Vereins auf rund 50 Köpfe verdoppelt. Die Hälfte davon packt zusätzlich noch kräftig mit an. Das klingt gut, ist es auch, aber trotzdem merken auch wir, dass auch wir nicht jünger werden. Und deshalb am Schluss unsere große Bitte: „Runter vom Sofa und zu uns zum Stühle schleppen und Käse schneiden!“ Klingt nicht besonders interessant und reizvoll, ist es aber smile.
Wir freuen uns auf Sie, als Gast, als Förderer oder als Aktiver!

Ihr Kulturtageteam